„Zeigen Sie den Anderen das Licht“ (Gunter Dueck) – re:publica XI

re:publica, Sehenswert

Der H├Âhepunkt der „re:publica XI“ – Gunter Dueck spricht es aus: Wir stehen in Deutschland vor gro├čen Herausforderungen – mit dem „Internet als Gesellschaftsbetriebssystem“! Erst anschauen, dann weiterlesen:

Ich m├Âchte auf folgende Aspekte seines Vortrags eingehen:

Die Theorie mit dem Menschenbild X und dem Menschenbild Y hat mich sehr ├╝berrascht. Ja – wir sind in Deutschland eine vom Menschenbild X gepr├Ągte Gesellschaft. Das war nicht immer so! In der Nachkriegszeit galt es viel aufzubauen – hier wurde viel Energie in den Aufbau unserer Gesellschaft investiert. Warum hat das nachgelassen? Viel wichtiger: Was muss getan werden, um wieder zur├╝ckzusteuern?

Der mentale Wille zur Professionalit├Ąt vermisse ich sehr stark in meinem pers├Ânlichen Umfeld. Professionalit├Ąt im Sinne von: P├╝nktlichkeit, Zuverl├Ąssigkeit, Ehrlichkeit, Teamf├Ąhigkeit, Menschen ├╝berzeugen und f├╝hren k├Ânnen, der Wille zur Vernetzung und seine F├Ąhigkeiten zu optimieren. Mein Eindruck ist, dass bei der Arbeit sehr viel auf eigene Bequemlichkeit und nicht Kundenzufriedenheit als h├Âchstes professionelles Ziel geachtet wird. Das schadet nicht nur dem Qualit├Ątssiegel „Made in Germany“, sondern manifestiert das Menschenbild X mehr und mehr!

Und somit stellt sich f├╝r Existenzgr├╝nder/innen die Frage aller Fragen: Bleibt mein Beruf, meine Dienstleistung nach der Reorganisation der Arbeit noch ├╝brig? Professionalit├Ąt setzt genau hier an: Ich muss im Rahmen eines stetigen Prozesses verstehen wollen, was meine Kunden wollen. Und die Nachfrage muss ich dann wirklich bedienen „k├Ânnen“ und nicht mehr nur theoretisch wissen. Denn: „Was k├Ânnen Sie einem Menschen noch beibringen, der zwei Stunden gesurft hat?“

Die Aufforderung, meine Mitmenschen in Platons H├Âhle das Licht zu zeigen und nicht weiter ins Licht zu gehen („nicht 3.0!“), werde ich mir zu Herzen nehmen! Ich werde weiterhin in Workshops den „normalen“ Menschen das Web 2.0 nahebringen – mit meinem eigenen professionellen Anspruch, in den Workshops die Sprache der „Normalen“ zu sprechen. Vielleicht ist das meine M├Âglichkeit, den Prozess der „Willensbildung“ zu f├Ârdern?


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­čŽŞ Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gr├╝nde. ­čÄČ