„Facebook Revolution“ (Zahi Alawi) – re:publica XI

re:publica, Sehenswert

Die ganze Welt schielte mit einem Auge immer wieder nach Nord-Afrika und Nahost und verfolgt dort den Prozess des politischen Wandels und den Einfluss von facebook & Co. Der Journalist Zahi Alawi teilte mit uns seine Eindr├╝cke.

IRAN

  • Erste Blogger/innen wurden in Iran nicht als gef├Ąhrlich durch das damalige Regime angesehen,
  • online sind im Iran diejenigen, die sich das Web finanziell leisten k├Ânnen. Somit geh├Âren die Meinungsmacher/innen in Arabien zur Schicht der Studierten und Gebildeten.

TUNESIEN

  • Wo alles begann! Und zwar so: Ein arbeitsloser Tunesier wollte, um Geld zu verdienen, auf einem belebten Platz Gem├╝se von einem kleinen Wagen aus verkaufen. Die tunesische Polizei verbot ihm dies. Der Mann sah keine Hoffnung mehr seine Familie ern├Ąhren zu k├Ânnen und verbrannte sich ├Âffentlich. – Dies war der Impuls, der das Fass zum ├╝berlaufen brachte und die Welle lostrat,
  • das Internet wurde ein Fenster zur Meinungs├Ąu├čerung, ein Ort zum Organisieren und zum Transportieren der Revolution,
  • der Weg hin zur Demokratie ist ein langer Prozess und dauert nach der Einsch├Ątzung von Zahi Alawi sicher eine Generation.

SYRIEN

  • In Syrien ist z.Zt. eine Revolution (fast) ohne Internet im Gange.

LIBYEN

  • Hier wurde vom Westen der falsche Weg eingeschlagen – ein zweites Irak droht. In einer „Digitalen Revolution“ sollte es die Bev├Âlkerung von alleine schaffen. Die Libyer wissen selbst, was sie brauchen und was sie wollen.

Sein Fazit: Facebook und Co. haben den politischen Prozess beschleunigt. Sie sind aber nicht der Grund f├╝r die Revolution.


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­čŽŞ Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gr├╝nde. ­čÄČ