Neues Schulfach: „Filterkompetenz“

Impuls

Auf dem Weg zu einem zweiten Zeitalter der Aufkl├Ąrung bin ich heute auf das Etappenziel „Filterkompetenz“ gesto├čen. Was verbirgt sich dahinter und warum sollte dies ein neues Schulfach werden?

Es gibt in unserem Alltag, in der Natur, in unserer Nachbarschaft oder in fernen L├Ąndern so viele innovative Ideen zu entdecken und so viele interessante Menschen kennen zu lernen. Leider ├╝bersehen wir oftmals diese Chancen oder ignorieren diese Menschen. Warum ist das so?

Unsere heutige (westliche) Kultur ist gepr├Ągt von Filtern, die uns das eigenst├Ąndige Denken und Suchen abnehmen. Outsourcing! Google geh├Ârt dazu, das Navi im Auto, aber auch eine Tageszeitung, die uns vorgefilterte Artikel, die uns evtl. interessieren k├Ânnten, ins Haus transportiert. Auch twitter und facebook haben eine Filterfunktion – unsere Freunde und Follower. Das wahrhaftig Unerwartete begegnet uns nur noch sehr selten.

Was w├╝rde passieren, wenn keine dieser Filter existieren w├╝rden? Wir w├╝rden mentales Neuland betreten. Wir w├╝rden verstehen wollen und unseren eigenen Geist anstrengen. Wir w├╝rden innerhalb von gedanklichen Expeditionen auf neue Ideen sto├čen und unserer (westlichen) Kultur neue Impulse geben. Wir w├╝rden uns Lebensgeschichten von Menschen aus der Nachbarschaft oder von weit weit weg anh├Âren und andere Meinungen tolerieren.

Und warum „Filterkompetenz“ als Schulfach? Die Schulen und Universit├Ąten sind die Foren, in denen dieser neue Geist nicht nur gelehrt, sondern praktische Anwendung finden k├Ânnte. Hier k├Ânnten wir in allen F├Ąchern das Neue entdecken, anstatt das Alte auswendig zu lernen.

Ziel einer Jeden und eines Jeden von uns sollte sein, ihre/ seine eigene „Filterkompetenz“ zu entwickeln, sich auf Neues einlassen – ungefiltert, lediglich reflektiert mit ihrem/ seinem eigenen Geist! Die Belohnung liegt in den gewonnen neuen Erkenntnissen, einem neuen Freund oder einer Idee.

P.S. Ich bin ein Fan von TED – auch ein Filter, aber ein tolles Forum!


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­čŽŞ Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gr├╝nde. ­čÄČ