Nach Fukushima – welche Farbe hat die Welt?

Impuls

Wenn man die Stimmungslage in meinem pers├Ânlichen Umfeld oder in den Medien betrachtet, scheinen Viele sich liebend gerne eine ├╝bersichtlichere Welt zu w├╝nschen. Ganz klare Fraktionen: Gut und b├Âse – schwarz und wei├č.

Im Zuge der sich t├Ąglich versch├Ąrfenden Reaktorkatastrophe in Fukushima wurden sehr schnell die Stimmen laut, in Deutschland sofort alle Atomreaktoren abzuschalten. Die Politik reagierte. Der „b├Âse“ Atomstrom soll nun vorzeitig auf’s Abstellgleis kommen – theoretisch! Emotional ist dieser Wunsch vertretbar.

Ein wenig Eigen-Recherche dieser emotionalen StimmungsmacherInnen w├╝rde ausreichen, um feststellen zu k├Ânnen, dass auch ein abgeschaltetes Atomkraftwerk Sicherheitsrisiken birgt. Plus: Wo soll der ganze Atomm├╝ll denn nun schlie├člich „endgelagert“ werden?

Es geht bei diesem Beispiel nicht mehr um Schwarz- oder Wei├čmalerei – es geht um einen gesellschaftlichen Mittelweg, was aus der Welt nunmal eine „graue“ Welt macht. Es liegt an uns Erdenb├╝rgerInnen sich nicht im fundamentalen Gedankengut zu verschanzen, sondern in einem gesellschaftlichen Dialog unsere graue Realit├Ąt gemeinsam bunter (!) zu gestalten.

Konkret: Jede und jeder sollte mit dem Energiesparen beginnen, seine Mobilit├Ąt einschr├Ąnken und nicht zu jeder Jahreszeit eine riesige Auswahl an Obstsorten in unseren Superm├Ąrkten erwarten.

Das Sch├╝ren von Angst in Wahlkampfzeiten l├Ąhmt oder verhindert diesen Prozess, da suggeriert wird, dass lediglich meine Stimmabgabe ausreicht und ich mich in meinem Lebensalltag nicht einschr├Ąnken muss.

Die Welt ist grau – es gibt hellgraue und dunkelgraue Momente. Wir haben es selbst in der Hand, „bunte“ Akzente zu setzen. Wann fangen wir an?


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­čŽŞ Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gr├╝nde. ­čÄČ