„Die Angst vor Hollywood – Sorge wegen Freihandelsabkommen mit den USA“

Impuls

„Kulturpolitiker in ganz Europa sind besorgt wegen des geplanten Freihandelsabkommen TITIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen der Europ├Ąischen Union und den USA. Denn im Zuge einer m├Âglichen Deregulierung der Bereiche Kultur und Medien k├Ânnten gezielte staatliche F├Ârderungen etwa der Filmindustrie oder des ├Âffentlich-rechtlichen Rundfunks in Zukunft unm├Âglich werden.Dadurch, so lautet die Sorge, k├Ânnte die Kultur zu einem reinen Wirtschaftsgut werden, dass sich nicht mehr ├╝ber Qualit├Ąt und Anspruch definiert, sondern ausschlie├člich durch Einschalt- und Besucherquoten. Besonders stark betroffen w├Ąre die viele kleine und mittlere europ├Ąische Filmproduktionsfirmen, die der geballten Wirtschaftskraft der amerikanischen Filmindustrie in Hollywood kaum etwas entgegen zu setzen h├Ątte. In Deutschland steht beispielsweise das System der staatlichen Filmf├Ârderung durch Bund und L├Ąnder auf dem Spiel.“

Alexander Weinlein, in „Das Parlament“

Mein Kommentar: Durch den Verlust der staatlichen Filmf├Ârderung werden wir sehenswertere Filme bekommen, denn Filme sollen f├╝r Publikum gemacht werden. D.h. ich sollte mich als Filmemacher zuerst auf die Suche nach „meinem“ Publikum machen und dann eine Geschichte erz├Ąhlen, die „mein“ Publikum begeistert und mit ihrem Kinobesuch das Projekt finanzieren. Durch die staatliche Filmf├Ârderung in Deutschland wird / wurde diese Suche bei den Filmemachern eher ausgeklammert. Somit sehe ich in dem Freihandelsabkommen mit den USA eine Chance f├╝r den Filmstandort Deutschland – weg vom Subventionskino, hin zu Geschichten f├╝r ein Publikum.


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­čŽŞ Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gr├╝nde. ­čÄČ