Alle „Digital Natives“ sind Raubkopierer?!

Impuls

Bei der Lekt├╝re der aktuellen Ausgabe „blickpunkt:film“ (32/10) kann man erstaunliche Ansichten zum Umgang mit (angeblichen) digitalen Raubkopierer gewinnen – der medial vereinbarten Realit├Ąt entstammen ja irgendwie alle „Digital Natives“ der Kaste der Piraten!?!?  

„Studenten deutscher Filmhochschulen waren (von Constantin Film) aufgerufen, Konzepte f├╝r Spots zu entwerfen, die das Thema Piraterie zeitgem├Ą├č in den Fokus r├╝cken.“

Wettbewerbe solcher Art sparen Entwicklungskosten. Aber ist das Geld auch sinnvoll angelegt? Ich bin mir da nicht so sicher, da mit solchen Kampagnen oft die zahlungswillige Kundschaft als potentielle Kriminelle gebrandmarkt werden. Ein Dank f├╝r das Einkaufen von kreativer Leistung w├Ąre angebrachter und w├╝rde das Thema mit positiven Emotionen besetzen. Ein Vorschlag hierzu kommt aus Italien:  

„Man sollte Filmpiraten als potenzielle Kunden ansehen, um deren Bed├╝rfnisse sich niemand k├╝mmert. Wenn wir ihnen unsere Filme zu einem fairen Preis ├╝berlassen, brauchen sie sich diese nicht illegal zu beschaffen.“

Genau meine Meinung! Ebenso sollte das Bildschirm- bzw. Leinwandmonopol gebrochen werden. Ich will erworbenen oder selbst produzierten Content auf allen mir m├Âglichen Plattformen pr├Ąsentieren und konsumieren k├Ânnen.  

„Das industrie├╝bergreifende Konsortium DECE (60 Firmen minus Apple und Disney) hat mit UltraViolet den Markennamen eines neuen Standards f├╝r digitale Inhalte bekannt gegeben. Ziel der Initiative ist es, Konsumenten ein virtuelles Filmregal zu bieten, mit dem sie einmal gekaufte Produkte zu jeder Zeit und auf jedem Ger├Ąt ansehen k├Ânnen.“

  Das der digitale Vertrieb zu einem „mehr“ an Einnahmen f├╝hrt, zeigt der Artikel:

„USA: Digitalvertrieb ├╝berholt Blu-ray“

Ein Miteinander anstelle eines Gegeneinanders ist der Mittelweg, der technische Kompromissbereitschaft und einen Vertrauensvorschuss beinhaltet. Packen wir es an!


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­čŽŞ Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gr├╝nde. ­čÄČ