„Visueller Datenjournalismus“ (Christina Elmer) – re:publica XI

re:publica

Was es f├╝r digitale Nischen-Jobs gibt, erfuhr ich beim Vortrag von Christina Elmer zum Thema „Wie Journalisten Daten finden und sicher nutzen“. Anbei einige Einblicke in das Leben einer „Visuellen Datenjournalistin“.

Anhand einer Visualisierung von Datens├Ątzen kann man der Trockenheit von Statistik entgegenwirken und die Datens├Ątze journalistisch nutzen. Die klassischen Stabdiagramme an den Wahlabenden inkl. Sitzverteilungen in den Parlamenten sind hier nur die Spitze des journalistischen Eisbergs.

Vielmehr geht es darum durch ├ťbersichtskarten, z.B. Kriminalstatistik in Landkreises, eine rasche visuelle ├ťbersicht zu generieren. Schlie├člich lassen sich anhand der Daten Geschichten entdecken, die journalistisch aufgearbeitet werden k├Ânnen.

Wie geht man dabei vor?

  1. Der erste Schritt ist die Beschaffung und das Aufsp├╝ren von Daten. Um die Daten weiterverarbeiten zu k├Ânnen, m├╝ssen sie meist gescrapt, gescannt oder/und konvertiert werden. Je nach Datenquelle k├Ânnte es auch ein per-Hand-eingeben werden,
  2. Datenquellen k├Ânnen Tabellen und Datenbanken sein, die man via Google sucht (listen or tabellen or datenbanken, formate filetype:xls / pdf / mdb) oder via direktem Kontakt von Beh├Ârden, ├ämtern oder NGOs erh├Ąlt. Beim Kontakt mit den Datenlieferanten sollte man die in der jeweiligen Branche g├Ąngigen Termini und Amtscodes kennen und verwenden,
  3. die Informationsfreiheitsgesetze, die in fast allen Bundesl├Ąndern gelten (mins f├╝nf), regelt die Weitergabe der Daten durch die Beh├Ârden und ├ämter – theoretisch! ├ťberregionale Webdienste sind: regionalstatistik.de und die Website des statistischen Bundesamts,
  4. mit Hilfe von Excel (Tabellenkalkulation) oder Gephi (Netzwerk-Darstellung) kann schlie├člich die Geschichte der Daten offenbart und weiter recherchiert werden.

Mit zwei Beispielen beendete Christina Elmer ihren Vortrag: Die Belegungsquote in deutschen Gef├Ąngnissen (nach Bundesl├Ąnder sortiert) und die prozentuale Verteilung der Teilnehmenden des Berlin-Marathons nach Landkreisen.


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­čŽŞ Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gr├╝nde. ­čÄČ