Gedanken zu „Wirtschaftsförderung in Weinheim“

#eswareinmal, Impuls, Weinheim

Weinheim muss sich neu finden – sollte zum kreativen Innovator der Region werden – die Firma „Freudenberg“ hat es im 19. Jahrhundert vorgemacht.

Im Zusammenwachsen der Metropolregion Rhein-Neckar heißt es als Stadt bzw. Kommune, sich seiner StĂ€rken bewusst zu werden und schließlich via Stadtmarketing – online wie offline – fĂŒr die StĂ€rken des Standorts zu werben. Somit sehe ich die Wirtschaftsförderung und die Stadtentwicklung mit dem Stadtmarketing der Stadt Weinheim als direkte Partner.

Eine von der EU geförderte Studie, die am 27. Mai 2010 unter Beteiligung von Geographen des Leibniz-Instituts fĂŒr LĂ€nderkunde und der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen in Barcelona vorgestellt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass persönliche Netzwerke und Jobangebote bei den Standortentscheidungen kreativer Talente und Unternehmen eine wichtigere Rolle spielen als kulturelle Vielfalt, Toleranz und Offenheit.

Das Team der Studie hat fĂŒr kreative und wissensintensive Branchen eine alternative Betrachtungsweise stĂ€dtischer Förderpolitik herausgearbeitet, die vier Hauptkonzepte einschließt: historische Entwicklungspfade (pathways), spezifische Orte (places), persönliche Netzwerke (personal networks) und individuelle Besonderheiten (particularities). Im Gegensatz zu den drei „T“ – Talent, Technologie, Toleranz – des US-amerikanischen Regionalökonomen Richard Florida betont der vorgeschlagene theoretische Ansatz die Unterschiede zwischen StĂ€dten.

Wenn man Richard Florida nicht links liegen lĂ€sst, sondern in seine Gedankenmodelle mit einfließen lĂ€sst, wird es fĂŒr die Zukunft Weinheims wichtig sein, nicht nur auf den Faktor „Unternehmen“ zu setzen, sondern ebenfalls in Menschen zu investieren. Menschen, die etwas erfinden, die etwas voranbringen und der Stadt ein Image geben.

Somit mĂŒsste ein Gesamt-Konzept „Stadtentwicklung-Stadtmarketing-Wirtschaftsförderung“ erarbeitet werden, das die Unterschiede zu anderen StĂ€dten und Kommunen der Region en Detail herausarbeitet und eine Vision fĂŒr Weinheim entwickelt. Im Anschluss lĂ€sst sich ĂŒber eine Person beraten, z.B. ein Wirtschaftsförderer/ eine Wirtschaftsförderin, die Mithilfe des Konzepts seine/ ihre Arbeit aufnehmen könnte.


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🩾 Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet GrĂŒnde. 🎬