Finanzamt. Vom Zauber der Zahlen.

Lesenswert

„Im Jahr 2005 geschah dies: Ein Rentner, nenne wir ihn Herrn K., macht seine Steuererkl├Ąrung, in der er Zinseink├╝nfte von 11 000 Euro angibt. Es waren aber 18 000. Der Rentner merkt’s und stellt das beim Finanzamt richtig. Die Sachbearbeiterin schreibt die Zahlen hintereinander: 1 100 018 000 Euro. Nun betragen die Zinseink├╝nfte 1,1 Mrd. Euro, grob. Es ergeht ein Bescheid ├╝ber 200 Mio Euro.

Herr K. lacht und ruft das Finanzamt an. Die Sachbearbeiterin lacht nicht, sagt aber immerhin sofortige ├änderung zu. 14 Tage sp├Ąter frisst der Bankautomat die EC-Karte. Die Bank teilt Herr K. mit, das Finanzamt habe sein Konto mit 13. Mio Euro belastet. Kann eine EC-Karte schon mal zerlegen. Herr K. geht zum Anwalt, ein Schrieb ans Finanzamt und schon erledigt.

Der Anwalt berechnet seinen Kostensatz nach Streitwert, 200 Mio., aha, macht 2,5 Mio.

Finanzamt sagt nein, Anwalt klagt, Anwalt gewinnt, Anwalt erh├Ąlt 2,5 Mio Euro. Ein schlapper Brief.

Herr K. lacht.“

Quelle: Mein Abreisskalender auf dem Schreibtisch


Teile diesen Beitrag

Ver├Âffentlicht von

­čŽŞ Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gr├╝nde. ­čÄČ